Links überspringen

Mit KLARTEXT durch Stadt und
Landkreis Osnabrück –

hier erfahren Sie mehr über die einzelnen
Stationen, die auf unserem Kalender
zu sehen sind.

Landkreis Osnabrück

① Kreishaus, Osnabrück

Die Kreisverwaltung des Landkreises Osnabrück hat Ihren Sitz in der kreisfreien Stadt Osnabrück in der Nähe vom Zoo und ist damit die einzige Kreisverwaltung in Niedersachsen, die ihren Sitz außerhalb des Kreisgebietes hat – Hintergrund dazu ist, dass die schöne Stadt Osnabrück das historische Zentrum der Region ist.

② Eisenzeithaus, Darpvenne

Dieses Wohnstallhaus, das in Venne bei Ostercappeln am Nordhang des Wiehengebirges liegt, stellt ein typisches vorrömisches Gehöft dar. Dazu gehören auch die anliegenden Nebengebäude, Nutzflächen, der Backofen und Räucherofen sowie die Plätze zur Eisenverarbeitung. An diesem Ort können die vorgeschichtlichen Lebensbedingungen wirklichkeitsnah erfahren werden, als wäre die Zeit zurückgedreht.

③ Hohes Tor, Fürstenau

Das Hohe Tor mitten in Fürstenau diente zusammen mit dem Vor-Tor Buten Porten und dem Stadtgraben als Festungsturm für den Schutz der Stadt gegen Angriffe aus dem Osten. Im 18. Jahrhundert wurde dieser zu einem Stadttor umfunktioniert und außerdem als Gefängnis genutzt, was an dem kleinen Fensterdurchbruch zur Stadt hin erkennbar ist. Dadurch konnten die kurzweilig Gefangenen das Treiben auf der Großen Straße beobachten.

④ Schloss Ippenburg, Bad Essen

Das in Bad Essen stehende Schloss ist ein Adelswohnsitz im Stil der Neugotik und seit mehr als 600 Jahren im Besitz der Familie von dem Bussche-Ippenburg. Die über einhundert prachtvollen Räume wurden renoviert und dabei blieb ihre neugotische Ausstattung erhalten. Das von 1998 bis 2019 alljährlich stattfindende Gartenfestival auf dem Schlossgelände im Landpartie-Stil lockte viele Besucher an, die sich von der optischen Kulisse begeistern lassen konnten.

⑤ Bramscher Ehrenmahl

Auf dem höchsten Punkt in Bramsche, dem Bramscher Berg, befindet sich ein Ehrenmahl, welches 1934 eingeweiht wurde und an die 167 Bramscher Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert. Von dem Aussichtsturm, welcher 2003 saniert wurde, kann man einen herrlichen Ausblick über die Dammer Berge im Norden bis nach Ibbenbüren im Südwesten genießen.

⑥ Dinosaurierfährten, Barkhausen

Südöstlich von Bad Essen liegt Barkhausen und dort wurden bereits 1921 Spuren von Dinosauriern entdeckt, die sich vor 150 Millionen Jahren dort aufgehalten haben. Heute kann man auf verschiedenen Wanderwegen mit lebensgroßen Sauriermodellen und ausführlichen Informationstafeln die Spuren dieser urzeitlichen Wesen verfolgen und den besonderen Fundort entdecken und erleben.

⑦ Diedrichsburg, Melle

Nördlich von Melle in einem Wildpark befindet sich auf dem Meller Berg die Diedrichsburg, welche auch den Namen des Parks definiert und Mitte des 19. Jahrhunderts als Nachahmung eines mittelalterlichen Wehrturms erbaut wurde.  Heute kann man von dem Burgturm aus den Blick über das Osnabrücker Land genießen und mit etwas Glück in der ruhigen umliegenden Waldlandschaft auch ein paar Wildschweine oder Damwild entdecken.

⑧ Hermannsturm, Dörenberg

Auf dem zwischen Georgsmarienhütte und Bad Iburg liegenden Dörenberg befindet sich der 21 Meter hohe Aussichtsturm, der einen beeindruckenden Rundumblick ermöglicht. Im Norden türmt sich das Wiehengebirge auf, im Süden erkennt man Bad Iburg und das umliegende Münsterland und im Südosten schweift der Blick über den Teutoburger Wald.

⑨ Statue „Bischof Benno II. “, Bad Iburg

Benno II. war von 1068 bis 1088 der Bischof von Osnabrück und ein enger Berater von Heinrich IV., wodurch er erfolgreich zwischen der königlichen und päpstlichen Partei vermitteln konnte. Außerdem verhalf ihm sein Geschick als Baumeister dazu, die Infrastruktur zu verbessern und ein Benediktinerkloster in Iburg am Teutoburger Wald zu gründen. In diesem hielt er sich in seinen letzten Lebensjahren auf und dessen beeindruckende Räumlichkeiten laden, die heutigen Besucher zum Staunen ein.

⑩ Baumwipfelpfad, Bad Iburg

Im Waldkurpark bei Bad Iburg kann man auf 30 Metern Höhe zwischen und über den Baumkronen auf einem 440 Meter langen Pfad das Leben im Wald aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Informationstafeln geben Hinweise über sämtliche Tiere des Waldes, welche zwischen den Ästen entdeckt werden können. Mit einem Blick über die Kronen hinweg kann man die Aussicht auf das Schloss Iburg mit den umliegenden Parkanlagen und die Weiten des Teutoburger Waldes genießen.

⑪ Handwerkerbrunnen, Bad Iburg

An der Großen Straße, mitten in Bad Iburg, stößt man nahe der Fleckenskirche St. Nikolaus auf einen Brunnen, der alle ortsansässig ausgeübten Handwerksberufe darstellt. Dieser Handwerkerbrunnen wurde von dem Osnabrücker Bildhauer Hans Gerd Ruwe 1992 angefertigt und vom Kur- und Verkehrsverein an die Stadt übergeben. Heute ist er ein schönes Kunstwerk in der Altstadt und gilt auf verschiedenen Wanderungen als eines der Highlights der Tour, das man sich ganz genau anschauen sollte.

⑫ Mauritiuskirche, Ibbenbüren

Die katholische Kirche St. Mauritius steht an der Großen Straße, im Stadtzentrum von Ibbenbüren im Tecklenburger Land. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde die alte St. Mauritiuskirche an die evangelische Gemeinde übertragen, woraufhin die römisch-katholische Gemeinschaft eine lange Zeit über in benachbarten Orten ihre Gottesdienste halten musste. 1717 wurde von der mittellosen Bevölkerung an dem heutigen Standort eine neue Kirche errichtet und später mit einer Orgel und Glocken ausgestattet. Doch erst in den 1830er Jahren wurde die Kirche, wie man sie heute kennt, geweiht, in der nun wieder katholische Gottesdienste besucht werden können.

⑬ Konzertmuschel, Bad Rothenfelde

Der Konzertgarten von Bad Rothefelde, die „Wiege des Ortes“, wurde bereits 1894 bis 1914 während der Belle Époque in ein wunderschönes Ziel für den Sommerurlaub verwandelt – mit einem weitläufigen Garten mit Laubgängen und einem Teich, einem Kurhaus mit Kaffeegarten und prächtigen Veranden. Das Kassenhaus und die Konzertmuschel sind in ihrer historischen Architektur erhalten und bieten eine beeindruckende Kulisse für Feste oder auch den Weihnachtsmarkt. Außerdem können die Alte Quelle und ein Teil der alten Solegänge besichtigt werden.

⑭ Statue „Overberg“, Voltlage

In Voltlage, am Übergang zum Teutoburger Wald, steht im Ortszentrum eine Statue des Reformpädagogen und Erziehers Bernhard Overberg. Dieser wurde 1783 zum Leiter der Normalschule in Münster berufen und hielt dort Kurse für Lehrer ab. Als „Lehrer der Lehrer“ hat er die richtungsweisenden Schulreformen maßgeblich beeinflusst und ist aus diesem Grund Namensgeber vieler Schulen und Bildungseinrichtungen.

⑮ Gradierwerke, Bad Rothenfelde

In dem Kurort Bad Rothenfelde im Süden des Osnabrücker Landes stößt man im Herzen des Städtchens auf zwei riesige Mauern, so genannte Gradierwerke, mit deren Hilfe Salz durch das Verdampfen von Wasser gewonnen wird – die so genannte Sole. Durch das heruntertröpfelnde Wasser und den Wind wird die Umgebungsluft ebenfalls mit Sole angereichert, was ein Mikroklima wie an der Nordsee entstehen lässt und zum tiefen Durchatmen einlädt. In einer Führung kann man sich die Werke genauer anschauen und an heißen Tagen eine Erfrischung durch die von den Werken befeuchtete und kühle Luft genießen.

⑯ Varusmaske, Kalkriese

Bei Ausgrabungen auf dem antiken Schlachtfeld der Varusschlacht wurde 1990 in der Erde der Kalkrieser-Niewedder Senke die eiserne Maske eines römischen Reiters gefunden. Solche Masken trugen die Soldaten des römischen Feldherren Varus, die im Jahr 9 n. Chr. von den Germanen, unter der Führung von Arminius, in einen Hinterhalt zwischen dem Kalkrieser Berg und dem angrenzenden Moor gelockt und vernichtend geschlagen wurden. Das macht Kalkriese zu einer geschichtlich außergewöhnlichen Region, in dessen Museum und Park die faszinierenden Fundstücke und weitere kulturelle Highlights bewundert werden können.

⑰ Windmühle, Glandorf

Südlich von Osnabrück befindet sich in Glandorf an der Windmühlenstraße die namensgebende Windmühle. Dieses Wahrzeichen der Gemeinde wurde 1839 im holländischen Stil erbaut. Sie diente den ansässigen Bauern als verlässliches Mahlwerk, wurde 1970 von der Gemeinde gekauft und restauriert. Heute stellt sie einen Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen, Vorträge oder Ausstellungen dar und bietet außerdem die Möglichkeit, zwei Liebende standesamtlich zu vereinen.

⑱ SoleArena, Bad Essen

In Harpenfeld, in der Gemeinde Bad Essen am Übergang der Mittelgebirge zum Norddeutschen Tiefland, befindet sich seit 220 Millionen Jahren in 800 Metern Tiefe eine Solequelle mit 31,8% Salzgehalt – das ist höher als im Toten Meer. Die Sole wird in die Tanks der SoleArena geleitet und im SolePark mit einem Salzgehalt von 2-4% vernebelt. Die Arena hat eine ungewöhnliche und vermutlich in Europa einmalige Form mit Durchgängen und innen gelegenen Sitzbänken, die zum wohltuenden Durchatmen und Entspannen während des Aufenthalts einladen.

Stadt Osnabrück

⑲ Historischer Weihnachtsmarkt

Jährlich im Dezember verleiht einer der schönsten Weihnachtsmärkte Norddeutschlands der Altstadt von Osnabrück mit einer stimmungsvollen Beleuchtung einen feierlichen und festlichen Glanz. Vor der historischen Kulisse des berühmten Rathauses im spätgotischen Stil, der Stadtwaage, der gotischen Kirche St. Marien, und dem Dom St. Peter finden sich verschiedenste kleine Buden, die für kulinarische Vielfalt sorgen. Aber nicht nur Leckereien gibt es hier zu entdecken, vor dem Rathaus steht ein historisches Karussell, das schon seit 100 Jahren Generationen von Osnabrückern begeistert.

⑳ Dom St. Petrus

Schon vor mehr als 1.200 Jahren stand die erste Kirche auf dem heutigen Domplatz, mitten in der wunderschönen Altstadt von Osnabrück. Über viele Jahrhunderte hinweg wurde sie vergrößert und umgestaltet und im zweiten Weltkrieg wurde das Dach mit den barocken Hauben zerstört. Wiederaufgebaut, prägen heute die beiden ungleichen Türme der römisch-katholischen Kathedrale die Silhouette der Stadt – der kleinere romanische Nordturm und der größere gotische Südturm, dessen sechsstimmiges Glockengeläut in den Straßen erklingt und Gläubige wie kunsthistorisch Interessierte aus aller Welt einlädt.

㉑ Marien

Die evangelisch-lutherische und älteste Bürgerkirche von Osnabrück hat auf dem Marktplatz neben der Stadtwaage und dem Rathaus einen zentralen Standort und gehört mit zu den mittelalterlichen Kirchen, die die Innenstadt umschließen. Schon im 13. Jahrhundert begann der Bau der heutigen gotischen Hallenkirche, welche in zahlreichen Renovierungen umgestaltet und dann im zweiten Weltkrieg durch Brandbomben zerstört wurde. Im Zuge des Wiederaufbaus fanden auch archäologische Untersuchungen und Ausgrabungen statt.

㉒ Haarmannsbrunnen

Im Zentrum von Osnabrück, vor der Herz-Jesu-Kirche, befindet sich eines der ältesten Arbeiterdenkmäler Deutschlands, welches im Jahr 1909 errichtet wurde. Die Bronzefigur eines Bergarbeiters, der auf eine Wasserader gestoßen ist, wird von dem Wasser überströmt, welches dann in ein Brunnenbecken fließt. Auf der Kante des Brunnens kann man sich im Sommer im Schatten eines Baumes hinsetzen und dem Plätschern zuhören. Darüber, ob das Denkmal an das Grubenunglück im Kohlebergwerk des Piesberges von 1893 erinnern soll, bei dem durch einen Wassereinbruch 9 Bergleute ums Leben kamen, kann nur gerätselt werden.

㉓ Statue „Johann Carl Bertram Stüve“

Johann Stüve wurde 1798 in Osnabrück als Sohn des ersten Bürgermeisters der Stadt geboren und begann nach dem Besuch des Ratsgymnasiums ein Jurastudium. Anschließend promovierte er in Göttingen und ließ sich dann in seiner Heimatstadt als Anwalt nieder. 1833 befreite er die Bauern mit der eingeführten Ablösungsverordnung und wurde zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt – 1852 das zweite Mal, bevor er sich 1864 zur Ruhe setzte. Ihm zu Ehren wurde 1882 ein Denkmal auf dem Marktplatz seiner Geburtsstadt errichtet, welches heute vor der Volkshochschule Osnabrück seinen Platz gefunden hat.

㉔ Stolpersteine

Der aus Berlin stammende Künstler Gunter Demnig rief 1992 ein Kunstprojekt ins Leben, welches sich auf ganz Europa ausgeweitet hat. Auf vielen Bürgersteigen finden sich die so genannten Stolpersteine, kleine Gedenktafeln aus Messing, die an die Verfolgten, Vertriebenen und Ermordeten des Nationalsozialismus erinnern sollen. Mit über 75.000 Steinen in fast 1.200 deutschen Städten und Gemeinden und 25 weiteren europäischen Ländern, ist es das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Bei einem aufmerksamen Spaziergang durch die Straßen können sie auch in Osnabrück entdeckt werden.

㉕ Piesberg

Mit den typischen drei Windkraftanlagen kann man den 188 Meter hohen Piesberg, der sich über die Stadtteile Pye, Haste, Lechtingen und zum Teil auch Hafen erstreckt, schon von Weitem erkennen.  Vor über 300 Millionen Jahren begannen sich die Schichten aus Sandstein, Tonsteinen und Kohle abzulagern und sind noch heute im Steinbruch gut zu erkennen. Der Abbau der Kohle wurde 1898 aufgrund starker Wasserzuflüsse eingestellt, den abgebauten Sandstein kann man heute bei einigen Osnabrücker Steinhäusern wiederentdecken. Heute kann der Kultur- und Landschaftspark am Piesberg mit der Feldbahn erkundet werden und von dem Aussichtspunkt am höchsten Punkt des Berges schweift der Blick über das Osnabrücker Land.

㉖ Iduna-Hochhaus

Neben der Domschule, mitten in der Innenstadt, steht das höchste Wohngebäude von Osnabrück, das 1973 errichtet wurde. Es bietet nicht nur Platz für über 120 unterschiedlich große Appartements auf 21 Etagen, sondern ermöglicht auch eine beeindruckende Aussicht aus fast 65 Metern Höhe. Über die Jahre landete das Hochhaus immer wieder mit erschreckenden Schlagzeilen in der Zeitung und verlor stark an Attraktivität. Doch wie schon in den 70er Jahren, lockt dieses Osnabrücker Original mit seiner hervorragenden Lage am Ufer der Hase und am Rande der Altstadt vor allem jüngere Menschen an.

㉗ Der Spezialist

Am Neumarkt, im Zentrum der Stadt Osnabrück, stößt man an der Einmündung zu dem Haseuferweg auf eine Skulptur, die von dem Osnabrücker Bildhauer Hans Gerd Ruwe angefertigt wurde und volkstümlich auch “Till Ossenbrügge“ oder „Rohrbruchbrunnen“ genannt wird. Das Kunstwerk stellt einen Mann dar, den „Spezialisten“, der auf ein gebrochenes Rohr hinunterblickt, durch dessen Bruch das Wasser in die unter ihm verlaufende Hase fließt. Eine Zeit lang war der Brunnen außer Betrieb, doch nach einer gründlichen Reinigung und Restaurierung des Schachtes und der Pumpe kann auch hier wieder dem Wasserplätschern gelauscht werden.

㉘ Neue Osnabrücker Zeitung

Im Alltag als „NOZ“ bezeichnet, versorgt diese regionale Tageszeitung seit 1967 das Gebiet der Stadt Osnabrück, des Emslandes und später auch weiteren Regionen mit den wichtigsten Nachrichten des Tages. Zusammen mit den Regionalausgaben erreicht sie über 400.000 Leser und gilt somit als eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands, die auch überregional gerne zitiert und von anderen Medien aufgegriffen wird. Durch den zukunftsgerichteten Online-Auftritt, der seit dem Jahr 2000 ständig verbessert und ausgeweitet wird, können alle schnell über die neuesten Geschehnisse informiert und auf den aktuellsten Stand gebracht werden.

㉙ Hauptbahnhof

Südöstlich der Innenstadt, angrenzend zum Stadtteil Schinkel, befindet sich der Knotenpunkt für Fern- und Regionalverkehr der Stadt Osnabrück. 1895 eröffnete Kaiser Wilhelm II. feierlich den Hauptbahnhof von Osnabrück, der auf zwei Ebenen angelegt ist und als einziger Turmbahnhof in Niedersachsen noch existiert. Täglich nutzen um die 20.000 Reisende die verschiedenen Anbindungen des Hauptbahnhofs, um zur Arbeit zu fahren, die Familie zu besuchen oder auch in einen Urlaub zu starten. Dabei können sie noch heute den einzigartigen Charme des historisch erhaltenen Gebäudes erleben.

㉚ Synagoge

Die jüdische Gemeinde von Osnabrück hat ihr Versammlungs- und Gotteshaus in der Weststadt, am Fuße des Westerbergs. Die Alte Synagoge war ein beeindruckender Kuppelbau, der 1906 eingeweiht, während des Novemberpogroms 1938 in Brand gesetzt und anschließend abgerissen wurde. 1967 wurde für die noch kleine Gemeinschaft der Grundstein für eine neue Synagoge mit einem Gemeindehaus gelegt, die wegen des starken Zuwachses in den 90er Jahren erweitert und vergrößert wurde. Heute ist die jüdische Gemeinde von Osnabrück die zweitgrößte in Niedersachsen.

㉛ Die Geschwister

An der Kreuzung Hasetorwall und Stüvestraße in der Nähe des Osnabrücker Altstadtbahnhofs stößt man auf eine Bronze-Skulptur von dem Osnabrücker Bildhauer Walter Mellmann. In den 1970er Jahren erschuf der Künstler diese Figur zweier spielender Geschwister, die zu der Retroperspektive-Ausstellung „Grundformen des Menschlichen“ von 2010 gehörte. In dieser Ausstellung, die verschiedene Themenbereiche umfasste, konnten nicht nur Werke des Osnabrückers betrachtet werden, auch über die Persönlichkeit des Künstlers konnte man viel Interessantes erfahren.

㉜ Lutherkirche

An der Iburger Straße, im Stadtteil Schölerberg, steht die evangelisch-lutherische Kirche, die im Rundbogenstil erbaut und 1909 eingeweiht wurde. Sie wurde anlässlich der zunehmend wachsenden Gemeinde im 20. Jahrhundert aus regionalem Muschelkalkstein errichtet. Im zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche nur geringe Schäden und stellt somit eines der wenigen vollständig erhaltenen großen Gebäude aus dieser Zeit dar. Im Innern können ornamentale Decken- und Wandmalereien im Jugendstil bewundert werden, die in den 1950er Jahren freigelegt und wiederhergestellt wurden.

㉝ Felix-Nussbaum-Haus

Das Museumsquartier Osnabrück, zu dem das Felix-Nussbaum-Haus, das Kulturgeschichtliche Museum, die Villa Schlikker und das Akzisehaus gehören, liegt zentral westlich der Altstadt, gegenüber vom Heger Tor.  In dem von Daniel Libeskind entworfenen Museum kann man unter anderem eine Dauerausstellung des Malers Felix Nussbaum mit über 160 seiner Werke besuchen, die somit die größte Sammlung des Künstlers ist. Dieser wurde 1904 in Osnabrück als Sohn eines jüdischen Eisenwarenhändlers geboren, verlor bei einem Atelierbrand 1932 einen Großteil seiner Werke und verließ sein Heimatland 1933 aufgrund der beginnenden Judenverfolgung. In einigen seiner Bilder kann man diesen bedeutsamen Lebensweg wiederentdecken.

㉞ Ledenhof

Gegenüber vom Osnabrücker Schloss steht eines der bedeutendsten bürgerlichen Bauwerke der Stadt, welches früher auch als „Alte Münze“ bekannt war. Der älteste Teil des Gebäudes ist das mittelalterliche Steinwerk, welches auf das 14. Jahrhundert datiert wird und als Lagerhaus diente. Ein weiterer Teil ist der Palas, der im 15. Jahrhundert als repräsentativer Wohnsitz erbaut wurde und dessen bewundernswerter Festsaal im Obergeschoss über einen erst im 16. Jahrhundert angebauten Treppenturm zu erreichen ist. In der historischen Kulisse dieses Renaissancesaals können in der heutigen Zeit verschiedene Kulturveranstaltungen entdeckt werden.

㉟ Nagelkopf

Auf dem freien Platz vor der Kunsthalle von Osnabrück, die früher als Dominikanerkirche bekannt war, stößt man auf eine skurrile mannshohe Bronzefigur, die 1991 nach Osnabrück gelangte. Ein riesiger Kopf in archaischer Form, der von langen großen Nägeln durchbohrt wird und dessen verzerrt geöffneter Mund einen stummen Schrei ausruft, zieht die Blicke auf sich und regt zum Nachdenken an. Dieses Werk soll als Metapher für die Verbohrtheit des Menschen stehen, laut Aussage des Künstlers selbst soll man sich bei der Interpretation jedoch nicht einengen und seinen Gedanken freien Lauf lassen.

㊱ OsnabrückHalle

Am Rande des Schlossgartens finden in dem Veranstaltungsgebäude, welches auch als Stadthalle Osnabrück bekannt ist, verschiedene Kongresse, Tagungen, Präsentationen, Kulturveranstaltungen oder andere gesellschaftliche Ereignisse statt. Die zentrale Lage ermöglicht eine gute Erreichbarkeit und auch für Parkmöglichkeiten ist gesorgt. Dabei können die verschiedenen Säle und Foyers durch Trennwände separiert oder kombiniert werden, was eine Vielzahl von unterschiedlichen Kulissen ermöglicht. Die Halle war schon Handlungsort vieler bekannter Auftritte und Veranstaltungen.

㊲ Großer sitzender weiblicher Torso

Vor der ehemaligen Dominikanerkirche, die heutzutage als Kunsthalle genutzt wird, steht eine Figur aus Eisen, die von 1978-86 erbaut wurde, doch erst 1992 dort ihren Platz gefunden hat. Sie wurde von dem deutschen Bildhauer Lothar Fischer erschaffen und stellt eine abstrakte und reduziert gestaltete Figur eines weiblichen Körpers ohne Kopf dar. Die besondere Form und die Größe der Figur ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und regen Vorbeilaufende zum Nachdenken an.

㊳ Steckenpferdreiter

Hinter der Katharinenkirche kann man das Plätschern eines Brunnens hören, der mit einer Figur geschmückt ist, die alle Osnabrücker kennen. Ein kleiner Junge auf einem Steckenpferd, der 1978/79 von dem Osnabrücker Bildhauer Hans Gerd Ruwe geschaffen wurde und nun an eine alte Tradition erinnert. Seit dem Jahr 1953 reiten Kinder am 25. Oktober, dem Tag der Verkündigung des Westfälischen Friedens, mit selbst gebastelten Steckenpferden zum Rathaus – der Ort, an dem 1648 der Friedensvertrag unterzeichnet wurde. Wer genau hinschaut, kann an der Fußgängerampel von der Alten Münze zum Kamp ein kleines Steckenpferd-Ampelmännchen entdecken.

㊴ Osnabrücker Rathaus

Im Jahr 1512 wurde das beeindruckende Gebäude im spätgotischen Stil fertiggestellt und bildet zusammen mit der Stadtwaage und der Marienkirche eine historische Kulisse, die vom Rathausplatz bestaunt werden kann. Als eines der Wahrzeichen Osnabrücks ist es schon Handlungsort geschichtsträchtiger Ereignisse gewesen, wie der Aushandlung und Unterzeichnung des Westfälischen Friedens. Das Gebäude wurde im zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört. Die historische Einrichtung wurde vorher in Sicherheit gebracht, so dass sie auch heute noch die Räume des Rathauses verziert und Besucher in eine vorgeschichtliche Zeit versetzt.

㊵ Osnabrücker Altstadt

Der historische Stadtkern von Osnabrück verläuft über den nördlichen Teil der Innenstadt ein und lädt mit schmalen Gassen und Gebäuden aus verschiedenen Epochen zu einem Spaziergang ein. Dabei kann man sich von Kunst und Kultur inspirieren lassen oder nach einer kleinen Shoppingtour durch die individuellen Fachgeschäfte, in einem der Cafés oder Restaurants die idyllische Atmosphäre genießen. Im Herzen der Altstadt können überall historische Gebäude und Wahrzeichen entdeckt werden, was sie nicht nur zu einem beliebten Ziel für Touristen macht, sondern auch die Osnabrücker immer wieder begeistert.

Werfen Sie doch einen Blick in unseren ZEITRAUM!